Zweitwohnsitzsteuer in Stuttgart ab 2011 – neue Ausnahmeregelungen

Ab dem 01. Januar 2011 wird auch in Stuttgart eine Zweitwohnsitzsteuer eingeführt, die 10 Prozent der Jahres-Netto-Kaltmiete1) beträgt.

Beispiel: Zahlt man 500 Euro Kaltmiete für seine Zweitwohnung, ergibt das im Jahr eine Mietbelastung von 6.000 Euro. Dementsprechend würde die Zweitwohnsitzsteuer 600 Euro betragen.

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Die Stadt Stuttgart erwartet sich – laut Stuttgarts erstem Bürgermeister Michael Föll – von dieser Steuer Mehreinnahmen in Höhe von rund 840.000 Euro und wie der Name der Steuer schon erahnen lässt, muss jeder Bürger der in Stuttgart einen Zweitwohnsitz gemeldet hat diese Steuer bezahlen. Es gibt allerdings einige Ausnahmen:

Keine Zweitwohnsitzsteuer bezahlen müssen:


  • Personen die in einer Pflegeeinrichtung oder einer Behindertenwohnung leben und dort mit Nebenwohnung gemeldet sind, ansonsten aber ihre Familienwohnung als Hauptwohnsitz behalten.
  • Der umgekehrte Fall befreit ebenfalls von der Zweitwohnsitzsteuer in Stuttgart, d.h. wenn eine Familienwohnung in Stuttgart als Zweitwohnsitz gemeldet ist, der Hauptwohnsitz aber eine Pflegeeinrichtung oder eine Behindertenwohnung ist.
  • Jugendliche unter 18 Jahren, die z.B. an einem anderen Ort ihre Lehre ausüben und deshalb nicht mehr im Elternhaus wohnen


Nicht ausgenommen sind beispielsweise Studenten, von denen recht viele in Stuttgart-West leben. Hier hat man nun die Wahl zwischen dem Bezahlen der Zweitwohnungssteuer oder der Verlegung des Hauptwohnsitzes nach Stuttgart.

Links mit Infos zur Zweitwohnungssteuer




1) Unter der Jahresnettokaltmiete versteht man die jährliche Miete ohne Nebenkosten wie umlagefähige Betriebskosten (Vorauszahlungen für Heizung, Strom, etc.

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